Erklärung: Sämtlich Namen und Bezeichnungen von Personen [...] wurden geändert bzw. abgekürzt, um Unschuldige zu schützen. Mit anderen Worten: mich.
Ihr Lieben!
Wer hätte gedacht, dass unserer Praktikantin gleich am ersten Abend im kollegialen, angetrunkenen Kreis so viele Geheimnisse offenbart würden. P nahm an der Abschiedsfeier von R teil, der nach nur etwas mehr als einem halben Jahr das Handtuch warf: Lag es an der Unterforderung in der Firma oder wollte er tatsächlich mal wieder etwas Neues ausprobieren? Jedenfalls erbarmte sich C - unser ranghöchster Offizier in der Firma - zu einer Abschieds-SMS: "Auf Wiedersehen, R. Alles Gute!" Wie nett von ihr!
R brauchte nicht lange, um alle anwesenden 4 Kollegen bei einem Drink in der Kneipe dazu zu bringen, ihr Herz auszuschütten. Selbst Q, die irgendwie einen ziemlich nahen verwandtschaftlichen Grad zu Oberstleutnant C aufweist und in deren Firma arbeiten muss, weil ihr Startkapital und Risikobereitschaft fehlt, endlich ein eigenes Unternehmen zu gründen - was sie sich aber schon seit Jahren wünscht - konnte kein gutes Wort an ihrer Schwester lassen: Sie sei ständig überfordert, obwohl sie nie da sei. Ups, da spricht wohl der Neid aus dir, Q!
Ein weiterer Kollege legt nach und zitiert Oberstleutnant C mit den Worten: "Ich habe auch einen 24 Stunden Job, schließlich habe ich ein Kind." Ach C, du musst doch wissen, dass man geliebte und gewollte Kinder nicht vorschieben kann, wenn es um die Frage Überstunden geht.
Auch S, der unter großem Druck steht, da er erstmalig echte Produktionsarbeitet leisten darf, heult sich aus. Das darf er auch, er verdient schließlich nicht viel mehr als 20000 im Jahr. Habt ein bisschen Mitleid mit ihm! Auch wenn keiner versteht, warum er überhaupt in der Firma bleibt. Ein Tipp S: In letzter Zeit bist du nur noch gestresst, genervt und nervig - vielleicht solltest du dich auch neu orientieren!
Dann gibt es da noch diese Andeutung, das unser Workaholic-Fast-Chef F homosexuelle Neigungen hat. Oder hat sich P da nur verhört? Wir werden das Beobachten...
Während C in einer Gewittersalve ihr Fett wegbekommt, gibt es Lobeshymnen auf B. Unser Prakti hält sich schön raus, weil sie mit B gar nichts anfangen kann und Bs Hilfsbereitschaft noch nie zu spüren bekommen hat. Aber unser Prakti darf ja in 2,5 Monaten gehen, während ihr alle anderen Kollegen sehr leid tun, denn die werden bleiben müssen.
Sie bestellt sich einen Wodka, kippt ihn sich hinter die Binde und radelt dann gemütlich nach Hause in dem Wissen, dass alle in dieser Firma extrem unzufrieden sind. Das macht die Tage als Praktikantin schon fast wieder erträglich, schließlich muss P sich noch nicht mit einer desorganisierten, uneffektiven Firma abfinden und da den Rest ihrer Tage versauern...
Hey P, sehe ich da etwa ein Lächeln auf deinen Lippen?
XOXO
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