Montag, 5. Oktober 2009

Horror vor der neuen Woche

In der vergangenen Woche habe ich einige Fehler gemacht. Es war komisch, ich glaube, ich habe zwar ein wenig Anschiss bekommen, aber ich selbst habe mich noch viel mehr fertig gemacht. Denn danach waren meine Vorgesetzten wieder verhältnismäßig normal zu mir und haben nicht mit mir geschmollt oder so. Sie haben sich wie Erwachsene benommen. Dafür hatte ich den Rest des Tages ein schlechtes Gewissen, machte mir Vorwürfe und hatte deshalb Fressattacken und Appetitlosigkeit - gleichzeitig.
Nun ist also endlich der Fall eingetreten: Jedes Wochenende habe ich Panik davor, dass es gleich vorbei ist und die Arbeitswoche wieder beginnt. Denn ich will nicht mehr dahin. Es hat nicht nur mit dem unkollegialen Verhältnis untereinander zu tun und meiner Unfähigkeit, Aufgaben exakt auszuführen. Es ist auch einfach so: Mich interessiert das ganze eigentlich nicht mehr. Es ist langweilig geworden. Und verantwortungsvollere Aufgaben kann ich nicht übernehmen, das habe ich letzte Woche bewiesen. Dazu bin ich offenbar zu blöd.
Manchmal bin ich so unkonzentriert auf Arbeit, weil ich mich die ganze Zeit nur von da wegträume. Dann stelle ich mir vor, wie es woanders wäre und wie es wäre, in einem anderen Team zu arbeiten, mit richtig netten Kollegen und wie ich maßgeblich an der Realisierung eines Projektes beteiligt wäre. Ich stelle mir vor, wie es wäre, stolz auf das sein zu können, was ich tue...
Ich könnte mir jetzt zwar vornehmen, mir in dieser Woche mehr Mühe zu geben, mich mehr zu konzentrieren und zügiger zu arbeiten, aber irgendwie glaube ich nicht so recht an mich. Macht euch keine Sorgen, ich werde die Woche schon überleben, aber spaßig wird das nicht.

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